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Leitsatz des Verfassers:
Ein Ersatzanspruch für Inkassokosten steht einem registrierten Inkassodienstleister, der zur Beitreibung einer an ihn abgetretenen Forderung ein zweites Inkassounternehmen einschaltet, nicht zu.

Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein, Urteil vom 09.11.2018, 2h C 382/18 – rechtskräftig

Aus dem Urteil:
„Ein Ersatzanspruch für … € Inkassokostern steht der Klägerin nicht zu. Denn es geht nicht darum, dass die ursprüngliche Gläubigerin … GmbH & Co. KG vor Forderungsabtretung die Klägerin, welche beim Amtsgericht … für Inkassodienstleistungen registriert ist, als Inkassounternehmen beauftragt hätte, sondern die Klägerin selbst hat mit der … GmbH ein zweites Inkassounternehmen für den Forderungseinzug eingeschaltet. Für ein registriertes Inkassounternhen besteht zur Hinzuziehung eines zweiten Inkassounternehmen kein Bedarf, insbesondere ist nicht nachvollziehbar, welche über die eigenen Möglichkeiten der Klägerin als Inkassounternehmen hinausgehende Leistungen ein zweites Inkassounternehmen erbringen könnte. Derartige Kosten sind nicht zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung erforderlich.“