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Die Bürgerbewegung Finanzwende e.V., ein Zusammenschluss von Bürger*innen, die sich für eine Fianzwirtschaft einsetzen, die Gewinnstreben in Einklang mit sozialen, ökonomischen unbd ökologischen Zielen der Vereinten Nationen bringt, hat ihre „Finanzschelle Nummer Eins“ an die EOS-Gruppe vergeben.

Link:Der ehrbare Kaufmann zu Hamburg – und seine Inkassopraktiken
Video:Finanzschelle #1 Inkasso

Zur EOS-Gruppe gehören verschiedene Unternehmen im Bereich des Forderungsmangements. Das bekannteste Unternehmen ist der Inkassodienstleister EOS-Deutscher Inkassodienst, einer der großen Player im Inkassobereich. Allen Unternehmen der EOS-Gruppe gemeinsam ist, dass sie alle 100%ige Tochterunternehmen der Otto-Group sind.

Die Bürgerwende Finanzwende zeigt in Ihrem Artikel und in einem von ihr erstellten Video die fragwürdigen Inkassopraktiken des Konzerns auf.

Längst, so die der Finanzwende bekannten Bilanzergebnisse der Otto-Group, werden die Gewinne nicht mehr im Bereich des Handels (Otto-Versand, Manufactum und andere) erwirtschaftet, sondern im Bereich des Forderungsmanagments. Die verschiedenen Unternehmen innerhalb des Konzernverbundes spielen sich die Forderungen gegenseitig zu und verdienen mit juritisch fragwürdigen und überhöhten Kostenforderungen große Gewinne ein. Zudem kaufen verschiedene EOS-Firmen im Otto-Verbund Forderungen konzernfremder Unternehmen auf, um sie wiederum durch konzerneigene EOS-Unternehmen eintreiben zu lassen.

Die Bürgerwende kommt zu dem Schluss: “ Es geht hier also nicht um Expertise und Erfahrung mit einer bestimmten Tätigkeit, sondern ganz allein um die Maximierung des Gewinns. Sozial gerecht und nachhaltig ist das nicht. „

Bei einem „derart prominenten Unternehmen, das sich Werte wie soziale Verantwortung auf die Fahnen schreibt“ und dessen Aufsichtsratchef Michael Otto, Sohn des Firmengründers Werner Otto, aktuell Mitglied der „Versammlung eines ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg“, sei das „Agieren von EOS gerade nicht ehrbar“. Zudem zeige es exemplarisch auf, dass es nicht nur einige wenige kleine „schwarze Schafe“ seien, die für den schlechten Ruf der Inkassobranche sorgten: “ Probleme machen aus Kundensicht … auch die Top-Player der Branche“.

Die Bürgerbewegung Finanzwende fordert von Otto deshalb:

  • umgehend die Praktik des Konzerninkassos einzustellen,
  • die Geschäftszahlen und Inkassokosten von EOS transparenter darzustellen, damit sich das Unternehmen von dem Vorwurf befreien kann, dass es seinen Konzerngewinn auf anstößigen Praktiken aufbaut,
  • bei EOS die Kostensätze zu reduzieren und mit den Schuldnerinnen und Schuldnern durchgehend fair umzugehen.