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So überschreibt die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (BAG SB) ihre Pressemitteilung zum Referentenentwurf des „Gesetzes zum Verbraucherschutz im Inkassorecht“.

Download der Pressemitteilung vom 26.11.2019

Von der erhofften Regulierung der Inkassobranche könne kaum die Rede sein. Trotz der „erfreulich unmißverständlichen Analyse der Mißstände“, sei es nicht gelungen, in die „überzogenen Gewinninteressen der Inkassobranche einzugreifen“.

Zwar begrenze der Entwurf einerseits die Kosten, schaffe jedoch an anderer Stelle Einnahmenquellen, die diese Einnahmeverluste locker wieder ausgleichen dürften. In Einzelfällen werde es möglich sein, dass die Inkassokosten noch höher seien als bisher. Andere bekannte Probleme (wie z.B. das „Überfallinkasso“) würden überhaupt nicht einmal im Gesetzesentwurf erwähnt

Scharf kritisiert die BAG SB auch, dass weiterhin darauf verzichtet wird, eine zentrale Aufsichtsbehörde zu schaffen, die unzulässige Inkassokosten und rechtswidrige Vorgehensweisen effektiv sanktionieren könnte.

Der jetzige Stand, so das Resümee der Bundesarbeitsgemeinschaft, lasse den Entwurf als „zahnlosen Tiger“ erscheinen.