Wie der Infodienst Schuldnerberatung berichtet, wurde am 28.06.2019 das Hauptverfahren gegen fünf Verantwortliche von UGV-Inkasso vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Frankenthal eröffnet.

Dort müssen sie sich nun unter anderem wegen Betrugsverdacht verantworten. Die in der Anklage aufgeführten Schäden summieren sich laut einem Bericht der Zeitung DIE RHEINPFALZ zu einem zweistelligen Millionenbetrag.

Dass es nun endlich zu einem Verfahren kommt, hat die Frankenthaler Staatsanwaltschaft mühsam und langwierig erkämpft. Bereits 2014 war nach langwierigen Ermittlungen Anklage gegen UGV-Verantwortliche erhoben worden, die das Gericht jedoch nicht zulies. Vor nunmehr fast fünf Jahren hatte das Pfälzische Oberlandesgericht in Zweibrücken, jedoch der Nichtzulassungsbeschwerde der Frankenthaler Staatsanwaltschaft stattgegeben.

In einem ähnlichen Großverfahren gegen Verantwortliche eines anderen Inkassounternehmens aus dem Frankenthaler Gerichtsbezirk wegen Betrugsverdachts hatte der Bundesgerichtshof erst kürzlich den Freispruch des Landgerichts Frankenthal aufgehoben und zur erneuten Verhandlung vor einer anderen Strafkammer des Gerichts zurückverwiesen.

Bericht DIE RHEINPFALZ vom 28.06.2019: UGV-Verantwortliche auf der Anklagebank